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HOLTER Badstudie: Die Österreicher und ihr Bad

HOLTER BADSTUDIE: DIE ÖSTERREICHER UND IHR BAD.

Österreicherinnen und Österreicher verbringen zwei Jahre ihres Lebens im Bad.

44 % der Österreicherinnen und Österreicher sind Morgenmuffel, 88 % Warmduscher – dies ergibt eine aktuelle, repräsentative HOLTER Umfrage zum Thema „Die Österreicher und ihr Bad“, durchgeführt vom market Institut.[1] Abgefragt wurden neben den persönlichen Gewohnheiten und Präferenzen im Bad auch die Zeit, die dort verbracht wird sowie die Faktoren, die das ideale Bad mit sich bringen muss. Auch die Zufriedenheit mit dem eigenen Bad sowie die Aktivitäten in der Badewanne oder Dusche sind Teil der HOLTER Badstudie.

Wenn es darum geht, sich für eine Seite zu entscheiden, geben 44 % der Österreicher an, Morgenmuffel zu sein. Demnach sind 56 % absolute Morgenmenschen. „Hier spielt auch die demographische Komponente eine Rolle – je älter die Befragten, umso eher sind sie Morgenmenschen (62 % der Generation 50+), je jünger, desto eher bezeichnen sie sich als Morgenmuffel (56 % der 16- bis 29-Jährigen)“, sagt Birgit Starmayr, Institutsvorstand market.

Da scheint es nicht weit hergeholt, dass 57 % der Befragten überwiegend abends duschen. Bei den 16- bis 29-Jährigen sind es sogar 70 %, bei den 30- bis 49-Jährigen immer noch 59 %. Auch hier zeigt sich ein demographischer Zusammenhang, denn bei der Generation 50+ zählen sich 52 % zu den Morgenduschern, bei der jüngsten Generation ist es nur knapp jeder Dritte. Wenn es um die Wassertemperatur beim Duschen geht, bezeichnet sich die Mehrheit der Befragten (88 %) als Warmduscher. Aber: Stolze 15 % der über 50-Jährigen duschen kalt.  

MÄNNER BRAUCHEN MORGENS FAST GLEICH LANG WIE FRAUEN
Durchschnittlich 737 Tage ihres Lebens, also mehr als zwei Jahre, verbringen Herr und Frau Österreicher im Badezimmer. Pro Tag sind das durchschnittlich 36 Minuten, davon jeweils 18 Minuten morgens und abends. Frauen halten sich im Durchschnitt fünf Minuten länger im Bad auf als Männer. „Wer denkt, die Herren der Schöpfung sind morgens um einiges schneller im Bad, der irrt. Der Unterschied zu den Damen beträgt nur etwa 1,5 Minuten“, erklärt Birgit Starmayr.

Das Empfinden ist jedoch anders: Männer schätzen, dass ihre Partnerin durchschnittlich 43 Minuten im Bad verbringt. Frauen wiederum denken ihr Partner benötigt nur 14 Minuten im Bad. Besonders lang schätzen Eltern die Zeit ihrer Sprösslinge ein: „Gefühlt am meisten beansprucht wird das Badezimmer von den Mädchen und Burschen. Eltern schätzen die Dauer auf rund 48 Minuten pro Tag ein“, so Starmayr. Tatsächlich sind es laut HOLTER Badstudie 32 bzw. 31 Minuten.

GUTE UND SCHLECHTE GEWOHNHEITEN IM BAD
Aber welche Angewohnheiten haben die Österreicherinnen und Österreicher im Badezimmer? 34 % der Befragten geben an, das Wasser beim Zähneputzen laufen zu lassen, Männer (37 %) mehr als Frauen (30 %). „Je älter die Befragten, umso eher läuft beim Zähneputzen das Wasser. Bei den über 50-Jährigen macht es fast jeder Zweite (43 %), während es bei den 16- bis 29-Jährigen nur knapp jeder Fünfte ist“, berichtet Starmayr. Rund ein Viertel der Österreicher (28 %) stibitzen ihren Partnerinnen bzw. Partnern regelmäßig oder zumindest hin und wieder Pflegeprodukte wie Creme, Deo oder Parfum. Vor allem in der jüngeren Generation ist dies weit verbreitet (43 % der 16- bis 29-Jährigen). Drei Viertel der Österreicher (74 %) geben außerdem an, schon einmal in die Dusche gepinkelt zu haben. „Die Fragestellung war hier indirekt gewählt: 74 % stimmten dem Satz zu ‚Wer behauptet, noch nie in die Dusche gepinkelt zu haben lügt schlichtweg‘. Männer und Frauen stimmen hier überein“, erklärt Starmayr.

Die Österreicher haben aber auch gute Angewohnheiten im Badezimmer. So geben 68 % an, beim Duschen an Seife oder Duschgel zu sparen, da es für Körper und Umwelt nicht optimal ist. Bei den Frauen sind es sogar 71 %. Ein Drittel der Österreicher (30 %) duscht regelmäßig oder zumindest hin und wieder mit seinem/r Partner/in. Mehr als die Hälfte (55 %) der 16- bis 29-Jährigen gibt dies an. Klare Regeln, wie lange jemand im Badezimmer bleiben darf, gibt es nur bei 10 % der Österreicher.

MEHR ALS DIE HÄLFTE DER ÖSTERREICHER GEHT LIEBER DUSCHEN ALS BADEN
Bei der Frage „Duschen vs. Baden“ sehen sich 53 % der Befragten als reine Duschtypen, das ganze Jahr über. Nur 8 % sind reine Badetypen. „Bei 25 % der Österreicher kommt es auf die Jahreszeit an. Generell wird dann im Winter mehr gebadet und im Sommer mehr geduscht“, gibt Birgit Starmayr an. 5 % der Österreicher duschen und baden gleich gerne. 

Befragt zu den Aktivitäten, die regelmäßig oder ab und zu in der Badewanne getätigt werden, nennen die absoluten Bade-Fans (38 % aller Befragten) zu allererst „Relaxen“ (93 %), dicht gefolgt von Körperpflege (rasieren/epilieren mit 51 % und Haarpflege mit 49 %). Für die Hälfte der Befragten gehört Unterhaltung genauso zum Badeerlebnis wie die Körperpflege. 50 % hören während des Badens Musik, 49 % lesen und immerhin jeder Fünfte (21 %) checkt sein Handy und die sozialen Medien. Jeder Vierte (26 %) singt beim Baden zum Zeitvertreib, jeder Dritte (34 %) entspannt gemeinsam mit dem Partner und 24 % haben regelmäßig bzw. ab und zu Sex in der Wanne.

DAS NERVT DIE ÖSTERREICHER IM BADEZIMMER
Von Kalkablagerungen bis zum verstopften Abfluss – es gibt einiges, was die Österreicher im Bad als lästig empfinden. 67 % der Befragten sind genervt von verstopften Abflüssen und verschmutzten Spiegeln. Zwei Drittel der Österreicher fragt sich außerdem, warum das Putzen von Duschkabinen so aufwendig ist und immer noch 50 % empfinden es als lästig, die Duschwand abziehen zu müssen. 38 % finden im Bad häufig oder ab und zu leere Klopapierrollen vor. „Hier zeigt sich eindeutig, dass sich besonders Frauen diese Fragen häufiger stellen als Männer. Daraus lässt sich schließen, dass die Frau in den meisten Haushalten nach wie vor für die Reinigung des Bades zuständig ist“, kombiniert Starmayr die Ergebnisse. Auch herumliegende Kleidung (38 %) und schlechter Geruch auf der Toilette (40 %) sind ein lästiges Übel im Bad. Nach soziodemographischen Aspekten steigt die „Unordnung“ im Bad mit Kindern im Haushalt.

NUR 22 % SIND MIT IHREM BAD WIRKLICH ZUFRIEDEN
16 Jahre alt und 9,3 m² groß ist das durchschnittliche Badezimmer hierzulande. Insgesamt sind rund ein Viertel der Umfrageteilnehmer „sehr zufrieden“ mit ihrem Bad, 44 % „zufrieden“. Eines zeigt die HOLTER Badstudie deutlich: Je älter das Bad, umso niedriger die Zufriedenheit der Befragten. Bei 10 bis 20 Jahre alten Bädern sind immer noch zwei Drittel der Befragten (67 %) zufrieden. Am wenigsten begeistert sind Österreicher mit Bädern, die über 20 Jahre alt sind. Hier ist nur mehr rund die Hälfte (53 %) glücklich mit ihrem Bad.

Ausschlaggebend für die Zufriedenheit ist neben dem Alter auch die Größe des Bades. Bei Bädern über 10 m2 sind 78 % der Besitzer zufrieden, kleinere Bäder sorgen nur bei 61 % der Befragten für Harmonie. Hausbesitzer sind durchschnittlich glücklicher mit ihrem Bad (78 %) als Bewohner von Mietwohnungen (54 %). In erster Linie sollte ein Bad praktisch (79 %), leicht zu reinigen (77 %) und zweckmäßig (72 %) sein. Erst danach folgen Eigenschaften wie hell (67 %), komfortabel (51 %) und geräumig (42 %).

Blättern Sie hier in der Online-Version der HOLTER Badstudie.

 

[1] market Institut. Online Interviews unter n=1.019 Personen aus Österreich ab 16 Jahren. Erhebungszeitraum: 08. bis 25.06.2018.

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